Epilepsie beim Hund
Anfall erkennen, richtig reagieren und den Alltag ordnen – parallel zur tierärztlichen Behandlung
Epilepsie heißt: Ihr Hund hat wiederkehrende Krampfanfälle. Im typischen Anfall bleibt er plötzlich stehen, fällt um, krampft und zuckt mit den Beinen; danach ist er eine Zeit lang benommen und erschöpft. Diagnose und Medikament gehören zum Tierarzt. Was wir als Tierheilpraktiker beitragen, ist das Drumherum: Fütterung, Tagesablauf, Stress – und die Frage, was den Organismus Ihres Hundes zusätzlich belastet.
Eine Halterin schrieb uns über den ersten Anfall ihres Hundes: „Die wenigen Minuten kamen mir vor wie Stunden." Wenn es Ihnen genauso ging: Hier steht, was im Anfall zu tun ist und was danach in Ihrer Hand liegt.
- Halten Sie Ihren Hund nicht fest und versuchen Sie nicht, einen Zungenbiss zu verhindern.[2]
- Räumen Sie weg, woran er sich verletzen kann, und warten Sie ab.[2]
- Stoppen Sie die Zeit und filmen Sie, wenn es geht – beides hilft dem Tierarzt.[2]
- Länger als fünf Minuten, oder ein zweiter Anfall, bevor Ihr Hund wieder ganz bei sich ist: sofort in die Tierklinik. Das ist ein Status epilepticus.[1] Das Royal Veterinary College rät Haltern schon ab zwei Minuten zur Fahrt.[2] Im Zweifel früher losfahren.
- Zwei oder mehr Anfälle innerhalb von 24 Stunden gelten als Cluster[1] – noch am selben Tag zum Tierarzt.
- Nach dem Anfall: Ruhe geben und den Tierarzt anrufen.[2]
- Diagnose und Medikament gehören zum Tierarzt. Ein verordnetes Medikament nie eigenmächtig absetzen oder reduzieren.
- Der häufigste Fehler aus unserer Sicht: Naturheilkunde als Ersatz für das Medikament zu verstehen. Sie läuft daneben, nie an seiner Stelle.
- In Ihrer Hand liegen Fütterung, ein fester Tagesablauf und ein ruhiges Umfeld.
- Warum Fenchel im Netz als Problem bei Epilepsie auftaucht und trotzdem in unserem Easy EP steht, erklären wir weiter unten ↓.
Wenn die Diagnose steht und Ihr Hund tierärztlich eingestellt ist. Dann geht es um die Fütterungsbegleitung daneben: Nehls easy tasty EP Hund, flüssig und auf Wasserbasis, entwickelt von Tierärztin Katrin Knecht. Mit der 100-ml-Flasche testen Sie, ob Ihr Hund es annimmt. Empfohlen sind mindestens sechs Wochen am Stück, besser drei Monate. Sprechen Sie die Gabe vorher mit Ihrem Tierarzt ab.
Wenn Ihr Hund trotz Medikament weiter Anfälle hat oder mit Nebenwirkungen kämpft. Dann gehört das zuerst zurück zum Tierarzt. Parallel schauen wir, was den Organismus zusätzlich belastet. Wo wir anfangen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Wenn Sie die Fütterung umstellen wollen. Naturbelassen und ohne synthetische Zusätze: das Nehls Hundefutter als Nass- und Trockenfutter. Eine auf Ihren Hund abgestimmte Kräutermischung stellt unsere individuelle Kräutermanufaktur zusammen.
Alle genannten Produkte sind Futter- bzw. Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Ein verordnetes Medikament darf zu keinem Zeitpunkt abgesetzt, reduziert oder ersetzt werden.
So sieht ein epileptischer Anfall aus
Der bekannteste Anfallstyp ist der große, generalisierte Krampfanfall (Grand mal). Er läuft in Phasen ab:
- Vorphase: Ihr Hund wirkt verändert, starrt ins Leere, ist ruhelos oder ängstlich.
- Anfall (Iktus): Zuckungen, dann Krämpfe am ganzen Körper, Kieferschlagen, Speicheln, oft Harn- und Kotabsatz.
- Nachphase: Minuten bis Tage mit Erschöpfung, Desorientierung, manchmal unbegründeter Aggressivität.
Daneben gibt es fokale Anfälle, die nur einen Teil des Körpers betreffen: Zuckungen einzelner Gliedmaßen, Kopfschütteln, Fliegenschnappen, zwanghaftes Im-Kreis-Laufen, unmotiviertes Bellen. Von Eigenheiten des einzelnen Hundes sind sie oft schwer zu unterscheiden – ein Video hilft dem Tierarzt bei der Einordnung. Die Abstände zwischen den Anfällen reichen von mehrmals täglich bis zu Monaten oder Jahren.
Ursachen: Warum die Abklärung zum Tierarzt gehört
Hinter Krampfanfällen können sehr verschiedene Dinge stehen:
- Idiopathische Epilepsie: ohne erkennbare Grunderkrankung, vermutlich erblich, oft schon beim jungen Hund
- Erkrankungen des Gehirns: Folgen einer Gehirnhautentzündung, eines Tumors oder eines schweren Traumas
- Stoffwechsel und Gifte: Entgleisungen des Stoffwechsels, Hormonimbalancen, Vergiftungen
Welche Form vorliegt, lässt sich nur tierärztlich klären. Als Auslöser einzelner Anfälle gelten Aufregung, kurzfristige Stoffwechselbelastung und hormonelle Umstellungen.
Das Nehls-Argument: Wenn Darm, Leber oder Niere aus dem Takt sind, ist das die Ursache von sehr vielem. Die Leber ist das Entgiftungsorgan – schafft sie ihre Aufgabe nicht, bekommt das auch das Nervensystem zu spüren. Deshalb schauen wir bei einem Anfallshund immer auf den Stoffwechsel mit. Die neurologische Abklärung ersetzt das nicht.
Medikamente: Wir begleiten, wir ersetzen nicht
Wahl und Dosierung des Antiepileptikums sind Sache Ihres Tierarztes. Für viele Hunde sind diese Medikamente die Grundlage, auf der ein normales Hundeleben erst wieder möglich wird. Sie haben Nebenwirkungen, und nicht jeder Hund wird damit anfallsfrei. Beides gehört in das Gespräch mit dem Tierarzt, der die Dosis anpassen oder das Präparat wechseln kann.
Uns rufen meist Halter an, deren Hund trotz Medikament weiter Anfälle hat oder unter den Nebenwirkungen leidet. Ihnen sagen wir zwei Dinge. Erstens: Setzen Sie nichts eigenmächtig ab und reduzieren Sie nichts. Zweitens: Neben dem Medikament gibt es einiges, das in Ihrer Hand liegt.
Was in Ihrer Hand liegt
Fester Tagesablauf, ruhiges Umfeld
Bei Epilepsie ist das Nervensystem beteiligt, und das reagiert auf Stress. Wir empfehlen feste Tagesabläufe und eine ruhige Umgebung. Häufiger Besuch, laute Geräusche und ständig wechselnde Abläufe arbeiten gegen Ihren Hund. Für Hunde aus dem Tierheim gilt das besonders: Ein ruhigeres Umfeld ist dort die Voraussetzung für alles Weitere.
Fütterung und Anfallsnotizen
Wir füttern Anfallshunde naturbelassen und ohne synthetische Zusatzstoffe. Notieren Sie Datum und Dauer jedes Anfalls und was es an dem Tag im Napf gab. Das hilft Ihrem Tierarzt – und uns, wenn wir die Fütterung mit Ihnen durchgehen.
Nehls easy tasty EP Hund
Flüssiges Ergänzungsfuttermittel auf einer Grundlage aus Wasser, Rote-Beete-Saft, Sanddornsaft und Urmeersalz, mit sechs Tinkturen als Aromastoffen: Kamille, Melisse, Fenchel, Goldrute, Mariendistel und Löwenzahn. Die Rezeptur hat Tierärztin Katrin Knecht entwickelt. Gegeben wird zweimal täglich nach Gewicht, von 2 × 2 ml (bis 5 kg) bis 2 × 5 ml (über 25 kg).
Wann dieses? Wenn die Diagnose steht, Ihr Hund tierärztlich eingestellt ist und Sie die Fütterung daneben aufstellen wollen. Kein Ersatz für das Medikament.
→ Zu Nehls easy tasty EP HundWer „Fenchel Epilepsie" sucht, findet Warnungen. Sie gehen auf Fallberichte aus der Humanmedizin zurück: Dort stehen konzentrierte ätherische Öle als mögliche Krampfauslöser, unter anderem von Eukalyptus, Fenchel, Rosmarin, Salbei, Thuja und Wermut.[3] Gemeint ist jeweils das destillierte Öl. In Nehls easy tasty EP Hund steht Fenchel als Tinktur unter den Aromastoffen. Katrin Knecht hat die Rezeptur entwickelt, und wir haben Fenchel bewusst darin belassen. Konzentrierte ätherische Öle dieser Pflanzen geben wir Hunden mit Epilepsie nicht.
Wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Rufen Sie an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.
Häufige Fragen zur Epilepsie beim Hund
Zwei Fälle, die wir gut kennen
Wir erzählen hier zwei Fälle, die wir gut kennen. Erfahrungen einzelner Hunde sind individuell und nicht übertragbar. Beide Hunde waren in tierärztlicher Behandlung.
„Ich möchte anderen betroffenen Hundehaltern Mut machen nicht (vorschnell) aufzugeben […] Das erste Telefonat mit dem Team ließ Hoffnung aufkeimen."
Herbert mit Border Collie Jack, aus dem Tierschutz übernommen · aus unserer Beratungspraxis
„Shila hat definitiv ihre Lebensfreude und Lebensqualität zurück. […] Ob es so bleibt? Das wird die Zeit und die nächsten Wochen und Monate zeigen."
Gudrun mit Hündin Shila · aus unserer Beratungspraxis
Anfälle trotz Medikament – und niemand weiß, warum?
Am Telefon hören wir oft, mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" gibt uns Hinweise auf individuelle Belastungsfelder und ist die Grundlage für den Begleitplan aus Fütterungsempfehlung, Kräutermischung und Homöopathie – ausgewertet von Tatjana Siebert und unserem Team, neben der tierärztlichen Behandlung. Für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Wer lieber zuerst reden will: kostenloses Erstgespräch, telefonisch unter 05642 988 8826.
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →- Berendt M, Farquhar RG, Mandigers PJJ et al. (2015): International Veterinary Epilepsy Task Force consensus report on epilepsy definition, classification and terminology in companion animals. BMC Veterinary Research. doi.org/10.1186/s12917-015-0461-2
- Royal Veterinary College: The RVC First Aid Guide for pet owners. rvc.ac.uk
- Burkhard PR, Burkhardt K, Haenggeli CA, Landis T (1999): Plant-induced seizures: reappearance of an old problem. Journal of Neurology. archive-ouverte.unige.ch
