Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund
Pankreatitis und Pankreasinsuffizienz – zwei Erkrankungen, die beim Futter Gegensätzliches brauchen, und wie wir danach begleiten
Ihr Hund erbricht, frisst nicht und steht mit gesenkter Brust und erhobenem Hinterteil da – oder er frisst wie ein Scheunendrescher und wird trotzdem immer dünner. Im ersten Fall kann eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse dahinterstecken (Pankreatitis), im zweiten eine Pankreasinsuffizienz: Die Drüse bildet zu wenig Verdauungsenzyme. Beides stellt der Tierarzt über einen Bluttest fest.
Die THZ-Sicht: Die akute Entzündung gehört in die Tierarztpraxis, oft in die Klinik. Unsere Begleitung beginnt danach, bei der Fütterung im Alltag. Und dort trennen sich die Wege: Nach einer Pankreatitis wird fettarm gefüttert, bei der Pankreasinsuffizienz gerade nicht.
Dieser Artikel vertieft die Bauchspeicheldrüse. Den Überblick über Erbrechen, Durchfall und Darm gibt unser Hauptratgeber Magen-Darm beim Hund.
- Die Bauchspeicheldrüse bildet Verdauungsenzyme für den Darm und Hormone wie Insulin für den Blutzucker.
- Pankreatitis ist die Entzündung. Leichte Verläufe haben eine gute Prognose, schwere eine vorsichtige.[1]
- Pankreasinsuffizienz (EPI) ist der Enzymmangel. Zeichen treten erst auf, wenn etwa 90 % der Drüsenleistung verloren sind.[2]
- Füttern nach Pankreatitis: fettarm. Füttern bei EPI: nicht fettarm, dafür Enzyme zu jeder Mahlzeit.[1][2]
Wenn der Tierarzt die Pankreatitis behandelt hat und Ihr Hund wieder stabil frisst. Dann geht es um die Fütterung im Alltag. Dafür gibt es Nehls tasty Pan Balance Hund, ein flüssiges Ergänzungsfuttermittel, entwickelt von Tierärztin Katrin Knecht und Tierheilpraktikerin Siebert. Starten Sie mit der 100-ml-Probe und sehen Sie, ob Ihr Hund es annimmt: je nach Gewicht zweimal täglich 2 bis 5 ml, mindestens sechs Wochen. In der akuten Phase geben Sie nichts dazu, ohne es mit der Praxis abzusprechen.
Wenn Ihr Hund eine Pankreasinsuffizienz hat und Sie mit Enzymen und Futter noch am Einstellen sind. Dann besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch, wie die Fütterung dazu passt – oder am Telefon unter 05642 988 8826.
Wenn die Bauchspeicheldrüse immer wieder Thema ist und Sie nicht wissen, wo Sie ansetzen sollen. Dann nehmen Sie die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Erbricht Ihr Hund wiederholt oder hat er Bauchschmerzen, gilt: sofort Tierarzt, dann alles andere.
Was die Bauchspeicheldrüse leistet
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt zwischen Magen und Zwölffingerdarm und hat zwei Aufgaben. Der größere Teil bildet den Pankreassaft: Enzyme, die das Futter im Dünndarm in verwertbare Bausteine zerlegen. Ein kleiner Teil, die Langerhans-Inseln, bildet Hormone wie Insulin und Glukagon und steuert damit den Blutzucker.
Deshalb hat eine kranke Bauchspeicheldrüse zwei Gesichter: Fehlen die Enzyme, kommt das Futter unverdaut hinten heraus. Fehlt das Insulin, entgleist der Zucker. Eine chronische Entzündung kann mit der Zeit beides nach sich ziehen.[1] Mehr zum Zucker steht im Ratgeber Diabetes beim Hund.
Pankreatitis: wenn die Drüse sich entzündet
Bei der Pankreatitis werden die Verdauungsenzyme schon in der Drüse aktiv und greifen das eigene Gewebe an. Das kann plötzlich und heftig verlaufen oder schleichend und immer wieder. Sie sehen dann einen Hund, der nicht frisst, erbricht, schlapp ist und Bauchschmerzen hat; manche nehmen die Gebetsstellung ein, Vorderbeine am Boden, Hinterteil hoch. Leichte Verläufe zeigen oft nur Fressunlust, Mattigkeit oder Durchfall.[1]
Was das Risiko erhöht
- Fressen, was nicht in den Napf gehört – der geplünderte Mülleimer, die Reste vom Grillabend.
- Stark erhöhte Blutfette.
- Cushing – die Überfunktion der Nebenniere ist beim Hund ein Risikofaktor. Mehr dazu im Ratgeber Cushing-Syndrom beim Hund.
- Die Rasse – Zwergschnauzer vor allem, auch Yorkshire Terrier, Cocker Spaniel und Dackel.
- Bestimmte Medikamente und schwere stumpfe Verletzungen, etwa nach einem Unfall.
Die Liste stammt aus dem Merck Veterinary Manual.[1] Oft bleibt die Ursache trotzdem offen. Das liegt nicht an Ihnen.
- wiederholtes Erbrechen, Ihr Hund behält nichts bei sich
- harter, schmerzhafter Bauch oder Gebetsstellung
- Schwäche, Teilnahmslosigkeit, kein Trinken
- Durchfall zusammen mit Erbrechen und Fressunlust
Diagnose und Behandlung beim Tierarzt
Der genaueste Bluttest misst die pankreasspezifische Lipase; die klassische Amylase sagt beim Hund wenig aus. Dazu kommt der Ultraschall. Behandelt wird mit Infusionen, Schmerzmitteln und Mitteln gegen Übelkeit.[1]
Beim Futter hat sich die Lehrmeinung gedreht. Früher hieß es: Hund nüchtern lassen, Drüse schonen. Heute gilt die frühe Fütterung als Schlüssel der Behandlung, und Futterentzug nur noch bei unstillbarem Erbrechen. Empfohlen ist eine fettarme Ration mit weniger als 20 g Fett je 1.000 kcal.[1] Wenn Sie noch den Rat „zwei Tage hungern lassen" im Ohr haben: Fragen Sie Ihre Praxis, wann und womit Sie wieder anfüttern.
Pankreasinsuffizienz: wenn die Enzyme fehlen
Bei der exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI) bildet die Drüse zu wenig Verdauungsenzyme. Beim Deutschen Schäferhund, beim Langhaarcollie und beim Eurasier ist die häufigste Ursache ein Schwund des enzymbildenden Gewebes. Bei allen anderen Rassen steht meist eine chronische Pankreatitis dahinter.[2]
Die Drüse hat enorme Reserven: Zeichen treten erst auf, wenn etwa 90 % der Leistung verloren sind. Dann nimmt der Hund ab, obwohl er Heißhunger hat, und setzt große Mengen hellen, weichen Kot ab. Den Nachweis führt der Tierarzt über einen Blutwert (TLI). Behandelt wird mit Verdauungsenzymen zu jeder Mahlzeit und Vitamin B12.[2]
Nach einer Pankreatitis wird fettarm gefüttert. Bei der Pankreasinsuffizienz rät das Merck Veterinary Manual ausdrücklich davon ab: Fettarmes Futter kann die Fettaufnahme weiter senken und zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen führen. Empfohlen ist dort ein Futter mit wenig unlöslichen Ballaststoffen.[2] Lassen Sie sich deshalb sagen, welche der beiden Diagnosen Ihr Hund hat, bevor Sie das Futter wechseln.
Eine EPI bildet sich selten zurück, weil das verlorene Gewebe nicht nachwächst. Gut eingestellte Hunde nehmen aber rasch wieder zu, setzen normalen Kot ab und werden so alt wie andere Hunde auch.[2] Seien Sie geduldig, wenn nicht alles sofort klappt. Die richtige Kombination aus Futter, Enzymen und Mahlzeiten zu finden, braucht Zeit und die Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt. Es dauert.
Wie wir danach begleiten
Ist Ihr Hund aus der Tierarztpraxis zurück, beginnt der Alltag: feste Mahlzeiten, kein Tischrest, kein Mülleimer in Reichweite, ein Futter, das zur Diagnose passt. Dabei helfen wir Ihnen am Telefon. Ein Ergänzungsfuttermittel kommt erst dazu, wenn Ihr Hund stabil frisst.
Nehls tasty Pan Balance Hund
Flüssiges Ergänzungsfuttermittel aus Wasser, Rote-Bete-Saft, Sanddornsaft und Urmeersalz mit Tinkturen aus Löwenzahn, Mariendistel, Yucca, Artischocke, Fenchel, Kamille und Melisse. Entwickelt von Tierärztin Katrin Knecht und Tierheilpraktikerin Siebert.
Wann dieses? Für Hunde, deren Verdauung und Stoffwechsel im Fütterungsalltag besonderes Augenmerk bekommen: bis 5 kg zweimal täglich 2 ml, bis 10 kg 3 ml, bis 25 kg 4 ml, darüber 5 ml. Empfohlen sind mindestens sechs Wochen, besser drei Monate; zum Testen gibt es 100 ml. Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, gehört die Abklärung laut Produktseite zuerst in tierärztliche Hand. Ergänzungsfuttermittel für Hunde.
→ Nehls tasty Pan Balance Hund ansehenWenn Sie nach der Diagnose vor dem Futterregal stehen und nicht wissen, was jetzt in den Napf darf: Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.
Häufige Fragen zur Bauchspeicheldrüse beim Hund
Die Bauchspeicheldrüse kommt nicht zur Ruhe?
Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist dann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Tatjana Siebert und unser Team werten sie aus, besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Begleitplan für die ersten drei Monate ab. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →- Steiner JM (2025): Pancreatitis in Dogs and Cats. Merck Veterinary Manual.
- Steiner JM (2025): Exocrine Pancreatic Insufficiency in Dogs and Cats. Merck Veterinary Manual.
