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Giardien, Kokzidien & Co. bei der Katze

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Katze

Giardien, Kokzidien & Co. bei der Katze

Wenn der Durchfall einfach nicht aufhört – was hinter wiederkehrenden Verläufen steckt und wie wir begleiten

Direkte Antwort: Was tun bei Giardien und Kokzidien bei der Katze?

Ihre Katze hat wieder Durchfall. Die Kur vom Tierarzt hat angeschlagen – und sechs Wochen später geht alles von vorne los. Giardien und Kokzidien sind einzellige Darmparasiten, E. coli sind Bakterien. Den Nachweis führt der Tierarzt über Kotproben, und er entscheidet über das Mittel.

Die THZ-Sicht: Der Erreger ist tiermedizinisch gut behandelbar. Aus unserer Erfahrung als THP entscheidet danach das Darmmilieu, ob Ihre Katze beim nächsten Kontakt wieder erkrankt. Dort setzt unsere Begleitung an: Hygiene, Fütterung und Aufbau über Wochen.

Parasiten bei der Katze – alle Themen im Überblick

Dieser Artikel vertieft die Darmparasiten. Den Überblick über alle Parasiten gibt unser Hauptratgeber Parasiten bei der Katze.

Kurz zusammengefasst
  • Giardien leben im Dünndarm; eine Infektion kann Wochen bis Monate dauern. Die Parasitologen von ESCCAP raten, nur Katzen mit positivem Befund und Symptomen zu behandeln.[1]
  • Kokzidien treffen vor allem Kitten unter vier Monaten. Ihre Dauerformen bleiben in der Umgebung mehrere Monate ansteckend.[2]
  • Hygiene gehört zur Behandlung: Textilien bei mindestens 60 °C waschen, Toilette und Näpfe täglich mit kochendem Wasser reinigen, alles gut trocknen.[1][3]
  • Die Rückfälle sind das eigentliche Problem. Nach der Behandlung kommt deshalb der Darm an die Reihe.
Womit begleiten? Erst der Tierarzt, dann der Darm

Wenn der Tierarzt Giardien oder Kokzidien festgestellt hat und die Behandlung läuft oder abgeschlossen ist. Dann geht es um die Begleitung des Darms über das Futter: Nehls flüssig Darmsan Katze, entwickelt von Tierärztin Katrin Knecht. Starten Sie mit der 10-ml-Probe und sehen Sie, ob Ihre Katze die Tropfen annimmt. Je nach Gewicht sind es zweimal täglich 6 bis 14 Tropfen, mindestens sechs Wochen lang. Was Sie während der Medikamente dazugeben, sprechen Sie mit Ihrer Praxis ab.

Wenn der Durchfall immer wiederkommt und Sie nicht wissen, wo Sie ansetzen sollen. Dann klären wir das im kostenlosen Erstgespräch – oder am Telefon unter 05642 988 8826. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Kitten mit wässrigem oder blutigem Durchfall gehören am selben Tag zum Tierarzt.

Wenn die „Biester" einfach nicht weichen

Wir sehen in unserer Beratungspraxis seit Jahren einen klaren Trend: Befälle mit Giardien, Kokzidien und E. coli werden bei Katzen häufiger und chronischer. Halter berichten uns von Verläufen, in denen die tierärztliche Behandlung anschlägt, der Durchfall verschwindet – und sechs Wochen später alles wieder von vorne losgeht. „Es war zum Mäuse melken", hat uns unsere Kundin Bianca geschrieben. Ihr Bericht steht weiter unten.

Das Problem dahinter ist aus unserer Sicht meist nicht der Erreger selbst – der ist tiermedizinisch gut behandelbar. Das Problem ist das Darmmilieu, das mit jedem Befall und jeder Kur weiter aus dem Gleichgewicht gerät. Ist die Schleimhaut gereizt und die Darmflora ausgedünnt, und folgt dann keine konsequente Hygiene, ist die Katze beim nächsten Kontakt sofort wieder anfällig. Das liegt nicht an Ihnen.

Die Erreger im Überblick

Giardien

Giardien sind einzellige Parasiten des Dünndarms. Sie bilden Zysten, die mit dem Kot ausgeschieden werden, sofort ansteckend sind und in der Umwelt als widerstandsfähig gelten.[3] Deshalb wird die Wohnung selbst zur Ansteckungsquelle. Typisch beschrieben ist anhaltender oder wiederkehrender, oft schleimiger und übelriechender Durchfall; Katzen können Giardien aber auch tragen, ohne krank zu wirken.

Zwei Punkte aus der aktuellen ESCCAP-Empfehlung ändern, was Sie tun: Behandelt wird nur die Katze mit positivem Befund und Symptomen – bei gesunden Trägern raten die Fachleute von einer Behandlung ab. Und das Risiko, dass sich ein Mensch an Katzen-Giardien ansteckt, stufen sie als sehr gering ein.[1] Händewaschen nach dem Reinigen der Toilette bleibt trotzdem richtig.

Kokzidien

Kokzidien der Katze (Isospora) sind ebenfalls Einzeller. Krank werden ganz überwiegend Kitten unter vier Monaten: mit Durchfall, der in schweren Fällen blutig ist. Ältere Katzen scheiden die Erreger häufig aus, ohne Symptome zu zeigen. Die Dauerformen bleiben in der Umgebung mehrere Monate ansteckend; für Menschen haben sie keine Bedeutung.[2]

E. coli und andere Bakterien

E. coli gehört zur normalen Darmflora. Gerät sie aus dem Gleichgewicht – nach Antibiotika, bei Stress, nach einem Futterwechsel –, können einzelne Stämme überhandnehmen. Ob ein Keimbefund behandelt werden muss, entscheidet der Tierarzt.

Zum Tierarzt, bevor Sie etwas anderes tun
  • Kitten mit wässrigem oder blutigem Durchfall – am selben Tag
  • Durchfall über mehrere Tage oder immer wieder im Abstand von Wochen
  • schleimiger oder blutiger Kot, Erbrechen, Bauchschmerzen
  • Gewichtsverlust trotz normalem Appetit
  • Ihre Katze frisst 24 Stunden lang nichts – am selben Tag
  • mehrere Katzen im Haushalt mit denselben Zeichen

Diagnose und Behandlung sind Sache des Tierarztes

Die Diagnose läuft über Kotproben. Giardien finden sich nicht in jeder einzelnen Probe; fragen Sie Ihre Praxis, über wie viele Tage Sie Kot sammeln sollen. Welches Mittel Ihre Katze wie lange bekommt und wann die Kontrollprobe fällig ist, legt der Tierarzt fest.

Naturheilkunde ist Begleitung, kein Ersatz

Bei akutem Befall mit Giardien oder Kokzidien führt an der tierärztlichen Behandlung kein Weg vorbei. Unsere Begleitung ergänzt sie und beginnt beim Darm. Bei Jungkatzen mit starkem Durchfall zählt jede Stunde.

Hygiene: der unterschätzte Teil der Behandlung

Wer nur die Katze behandelt und die Wohnung lässt, wie sie ist, holt sich den nächsten Befall ins Haus. Das empfehlen die Parasitologen:[1][3]

  • Decken, Kissen, Liegeplätze: bei mindestens 60 °C waschen. Alte Handtücher als Unterlage erleichtern den Wechsel.
  • Katzentoilette und Näpfe: täglich mit kochendem Wasser reinigen und gut abtrocknen.
  • Körbchen, Kratzbaum, Böden: Dampfreiniger mit mindestens 60 °C, danach trocknen lassen. ESCCAP empfiehlt, gereinigte Bereiche 48 Stunden trocknen zu lassen.
  • Desinfektion: Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem geeigneten Mittel.
  • Fell am Hinterteil: ESCCAP empfiehlt das Waschen mit einem chlorhexidinhaltigen Shampoo. Lassen Sie sich das in der Praxis zeigen.
  • Mehrere Katzen: Besprechen Sie mit dem Tierarzt, welche Tiere getestet werden.

Das ist viel Arbeit neben Beruf und Familie, wir wissen das. Halten Sie es während der Behandlung konsequent durch – danach wird es weniger.

Nach der Behandlung: Fütterung und Darm

Jetzt beginnt der längere Teil. ESCCAP nennt als Fütterung bei Giardien weniger Kohlenhydrate und dafür eine eiweißreiche, hochverdauliche Ration, abgewogen im Einzelfall.[1] Für die Katze als Fleischfresser heißt das: Fleisch in den Napf, Getreide und Zucker raus. Den Darm begleiten wir über Wochen. Es dauert.

Für Katzen giftig

Teebaumöl, Knoblauch, Wermut und konzentrierte ätherische Öle sind für Katzen giftig. Geben Sie Ihrer Katze keine Kräuterprodukte, die für Hunde oder Pferde gedacht sind – auch nicht in kleiner Menge.

Aus unserer Praxis – Darmbegleitung für Katzen

Nehls flüssig Darmsan Katze & VetLine Entero Clean Basic

Darmsan Katze ist ein flüssiges Ergänzungsfuttermittel aus Weizenkeimöl und Nachtkerzenöl mit Tinkturen aus Süßholzwurzel, Anis, Thymian und Melisse. Entero Clean Basic Hund & Katze ist ein Pulver aus Hefezellwänden, Moor und Bohnenkraut mit Bentonit. Beide enthalten weder Knoblauch noch Wermut.

Wann welches? Darmsan Katze als tägliche Tropfen: bis 3 kg zweimal täglich 6 Tropfen, bis 5 kg 10 Tropfen, darüber 14 Tropfen – mindestens sechs Wochen, besser drei Monate. Entero Clean Basic, wenn Sie ein Pulver unter das Futter mischen wollen: 0,5 bis 1 g täglich. Ergänzungsfuttermittel für Katzen bzw. für Hunde und Katzen.

→ Nehls flüssig Darmsan Katze ansehen · → VetLine Entero Clean Basic ansehen

Wenn Sie nach der dritten Kur nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll: Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Häufige Fragen zu Giardien und Kokzidien bei der Katze

Wie erkenne ich Giardien bei meiner Katze?
Typisch ist anhaltender oder wiederkehrender Durchfall, oft schleimig und übelriechend, dazu Gewichtsverlust trotz Appetit. Sicherheit gibt nur die Kotuntersuchung beim Tierarzt. Giardien finden sich nicht in jeder einzelnen Probe.
Sind Giardien von der Katze auf den Menschen übertragbar?
Das Risiko stuft ESCCAP als sehr gering ein: Die Giardien-Typen von Hund und Katze kommen beim Menschen selten vor. Umgekehrt können Giardien-Typen des Menschen unter Hunden und Katzen kursieren. Händewaschen nach dem Kontakt mit Katzentoilette und Kot bleibt richtig.
Muss eine Katze mit Giardien ohne Symptome behandelt werden?
Laut der aktuellen ESCCAP-Empfehlung nein: Behandelt wird bei positivem Befund und Symptomen, bei gesunden Trägern raten die Fachleute davon ab. Die Entscheidung trifft Ihr Tierarzt.
Was tun, wenn die Giardien immer wiederkommen?
Aus unserer Erfahrung als THP hat das meist zwei Gründe: Die Wohnung wurde nicht konsequent gereinigt, und der Darm kam nach der Behandlung nicht an die Reihe. Beides gehört zusammen – Hygiene während der Behandlung, danach Fütterung und Darmbegleitung über Wochen.
Kokzidien oder Giardien – wo ist der Unterschied?
Beide sind einzellige Darmparasiten. Kokzidien machen vor allem Kitten unter vier Monaten krank, in schweren Fällen mit blutigem Durchfall; Giardien verlaufen eher schleichend und in jedem Alter. Welcher Erreger es ist, zeigt nur die Kotuntersuchung – und danach richtet sich das Mittel.

Was eine Halterin berichtet

Wir erzählen hier einen Fall, den wir gut kennen.

„Was für aufregende Wochen, ach Monate. Der Giardienbefall bei meiner Katze Tinka zog sich so in die Länge. Wenn wir die ‚Biester' mal los waren, dauerte es nie lang, bis es Tinka wieder erwischte. Es war zum Mäuse melken. Es musste Hilfe her und so kam ich zum Tierheilkundezentrum Nehls. Nach Durchführung der Haaranalyse mit Anamnesebogen und Bioresonanzanalyse bekam ich einen individuellen Vorschlag für Fütterung und individuelle Kräuter, der von vorne bis hinten berücksichtigt und durchgeführt wird. Tinka ist nun seit acht Monaten frei von Giardien. Das kam seit der ersten Giardieninfektion nie wieder vor – und die war 2019. Inzwischen schreiben wir 2023. Klar, weiterhin vorbeugend unterstützen muss ich, da Tinka durch die zahlreichen Giardienbefälle sehr angeschlagen ist und der Darm erst einmal wieder aufgebaut und gestärkt werden muss. Aber auch den Darmaufbau haben wir so gut wie geschafft und der Kot von Tinka könnte nicht besser sein."

Bianca · Katze Tinka · wiederkehrende Giardien

Wichtig zu wissen

Erfahrungen einzelner Tiere sind individuell und nicht übertragbar.

Wiederkehrende Giardien trotz mehrerer Behandlungen?

Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist dann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Tatjana Siebert und unser Team werten sie aus, besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Begleitplan für die ersten drei Monate ab. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Quellen
  1. ESCCAP Deutschland e.V. (2026): Giardia-Infektion bei Hunden und Katzen.
  2. ESCCAP (2017): Bekämpfung von intestinalen Protozoen bei Hunden und Katzen. ESCCAP-Empfehlung Nr. 6, deutsche Adaption.
  3. ESCCAP Deutschland e.V. (2017): Hygienemaßnahmen bei Giardien. ESCCAP Tierhalter-Information.
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin, Tierheilpraktikerin Nehls, aus eigener Erfahrung und Praxis beschrieben und dann im Team mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) und den Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Katzen.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Ihr Schwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Mitarbeit an unseren Rezepturen sowie im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Wissenschaftliche Mitarbeit an den THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage ist die praktische Begleitung von Katzen mit wiederkehrenden Darmthemen in der Naturheilkunde.
Stand: 6. Oktober 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da, wenn der Durchfall nach jeder Kur zurückkommt und Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen – mit Ihren Fragen zu Giardien, Fütterung und Darm. Wir sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.