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Fütterung bei Atemwegsproblemen beim Pferd

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Pferd

Fütterung bei Atemwegsproblemen beim Pferd

Erst das Heu, dann Öl und Kräuter – was wir füttern und was wir bei Atemwegsallergikern weglassen

Direkte Antwort: Was füttern bei Husten und Equinem Asthma?

Ihr Pferd hustet beim Antraben, und die Hustenkräuter stehen schon in der Futterkammer. Fütterung bei Atemwegsproblemen beginnt nicht mit Kräutern – sie beginnt mit dem Heu: staubarmes Raufutter, gewässert oder bedampft und vom Boden gefressen, dazu angefeuchtetes Kraftfutter und in der akuten Phase kein Getreide.

Die THZ-Sicht: Aus unserer Erfahrung als THP entscheidet der Staub am Fressplatz mehr als jede Mischung im Trog. Öl und Bronchialkräuter kommen danach. Pferden mit allergisch bedingten Atemwegsproblemen füttern wir nichts, was als immunstimulierend gilt. Die Diagnose stellt Ihr Tierarzt.

Dieser Artikel vertieft die Fütterung. Den Überblick über Husten, Equines Asthma und Stallmanagement gibt unser Hauptratgeber Atemwege beim Pferd.

Kurz zusammengefasst
  • Heu ist die größte Staubquelle im Stall. Wässern oder Bedampfen senkte die lungengängigen Partikel in einer Untersuchung um mehr als 93 %.[1]
  • Die Reihenfolge: erst Heu und Fressplatz, dann Kraftfutter und Öl, zuletzt Kräuter.
  • Sonnenhut (Echinacea), Mistel, Holunder und Taigawurzel füttern wir Atemwegsallergikern nicht.
Womit anfangen? Erst das Heu, dann das Mittel

Wenn Ihr Pferd im Stall hustet und das Heu noch trocken aus der Raufe kommt. Dann fangen Sie am Heu an: wässern oder bedampfen und vom Boden füttern. Zum Besprühen von Heu und Einstreu haben wir Nehls Heustaub Stopp, ein Konzentrat aus sechs ätherischen Kräuterölen. Sie geben 10 ml auf 1 Liter Wasser; die 500-ml-Flasche reicht laut Produktseite sechs bis zehn Wochen.

Wenn das Heu schon staubarm ist und Sie über das Futter begleiten wollen. Dann passt Nehls Broncho-Fit Pferd, eine getrocknete Mischung aus fünf Kräutern. Starten Sie mit 1 kg und sehen Sie, ob Ihr Pferd sie frisst: im ersten Monat 50 g täglich, danach 30 bis 40 g, empfohlen sind drei Monate. Sortiert Ihr Pferd Kräuter aus, gibt es das ölbasierte Nehls Broncho-Elexier Pferde, mindestens sechs Wochen am Stück.

Wenn der Husten trotz gewässertem Heu bleibt. Dann klären wir im kostenlosen Erstgespräch, wo wir ansetzen – oder am Telefon unter 05642 988 8826. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Atemnot in Ruhe, Fieber oder anhaltender Husten gehören zuerst zum Tierarzt.

Warum das Heu mehr entscheidet als jede Kräutermischung

Medikamente können akute Symptome lindern. Kräuter können begleiten. Aber beides verliert seine Wirkung, wenn das Grundproblem weiter besteht: das tägliche Einatmen von Staubpartikeln, Schimmelsporen und Allergenen aus dem Futter.

Was wir aus über 26 Jahren Praxis sehen: Das Geld geht in Bronchialkräuter, und das Heu kommt weiter trocken aus der Raufe. Das ist die falsche Reihenfolge. Oft sind es die kleinen Dinge – ein Heunetz auf Bodenhöhe, ein Schuss Wasser über das Kraftfutter –, die zusammen mehr bewirken als jede Hochdosis-Kräutermischung.

Eine Untersuchung an Pferden mit chronisch entzündeten unteren Atemwegen passt dazu. Alle bekamen acht Wochen lang ein pelletiertes Futter ohne Heu, und allen ging es danach klinisch besser – auch denen mit Placebo. Die Pferde mit einem zusätzlichen Omega-3-Ergänzungsfutter verbesserten sich stärker.[2]

Heu: wässern, bedampfen, vom Boden füttern

Ein Atemwegspferd bekommt bei uns kein trockenes Heu. In einer Untersuchung senkten zehn und dreißig Minuten Wässern die lungengängigen Partikel um mehr als 93 %, 80 Minuten Bedampfen ebenso; beim Wässern gingen allerdings Mineralstoffe verloren.[1] Bei den Keimen liegt das Bedampfen vorn: Ein Hochtemperatur-Bedampfer senkte Partikel, Bakterien und Schimmel um 99 %, zehn Minuten Wässern senkte die Keimbelastung nicht.[3]

Das ist jeden Tag Arbeit, im Winter mit kalten Händen – wir wissen das. Welche Methode in Ihren Stall passt, steht im Ratgeber Heustaub beim Pferd reduzieren.

Fressen vom Boden

Pferde sind Bodenfresser. Mit dem Kopf nach unten kann Schleim aus den Atemwegen abfließen. Bei jungen Vollblütern im Training lag der lungengängige Staub in der Atemzone am Heunetz bei 0,28 mg/m³, beim Füttern vom Boden bei 0,055 mg/m³ – rund ein Fünftel.[4] Hängen Sie Heunetze deshalb bodennah auf.

Niemals schimmeliges Heu verfüttern

Auch wenn Sie die sichtbar befallene Stelle entfernt haben: Die Sporen sind bereits im ganzen Ballen verteilt. Das gilt auch für Heulage.

Heulage ist keine pauschale Lösung

Heulage staubt deutlich weniger als Heu und wird deshalb oft empfohlen. Aus unserer Erfahrung als THP vertragen sie längst nicht alle Pferde: Blähungen, Kotwasser und Verdauungsprobleme sehen wir danach häufig. Stellen Sie langsam um und beobachten Sie den Kot.

Kraftfutter: anfeuchten und Getreide zurücknehmen

Wenn Sie beim Einfüllen eine Staubwolke über der Krippe sehen, atmet Ihr Pferd sie beim Fressen ein. Nehmen Sie Pellets statt Schrot, feuchten Sie das Futter an und geben Sie Öl darüber.

Bei akutem Equinem Asthma lassen wir Getreide zunächst ganz weg und decken den Energiebedarf über gutes Raufutter und Öl. Achten Sie auch auf das Eiweiß: Zu viel davon bedeutet mehr Ammoniak in der Box, und Ammoniak reizt die Schleimhäute der Atemwege.

Aus unserer Praxis – Krippenfutter für die stabile Phase

Nehls Pferdefutter Atemwege

Staubfreies Strukturfutter aus hydrothermisch aufgeschlossenen Getreideflocken (Gerste, Hafer, Dinkel, Mais), Heu- und Luzernehäckseln, mit Schwarzkümmel, Anis und Eukalyptus. Ohne synthetische Vitamine und Mineralstoffe.

Wann dieses? Wenn Ihr Pferd stabil ist: 300 g bis 1 kg täglich für ein Großpferd, trocken oder angefeuchtet als Mash. Es enthält Getreide – in der akuten Phase lassen wir es weg. Turnierkarenz laut Produktseite 48 Stunden. Ergänzungsfuttermittel für Pferde, Ponys und Esel.

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Öl: was es leistet und was die Forschung noch nicht weiß

Öl über dem Kraftfutter bindet Staub und ersetzt einen Teil der Energie aus Getreide. Leinsamen und Leinöl liefern die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA. Wie gut Pferde sie in die langkettigen Formen EPA und DHA umbauen, ist bisher nicht genau untersucht; nachgewiesen ist, dass nach ALA-Gaben EPA und DHA in Blut und Gewebe ankommen.[5] Direkt liefern Algen- und Fischöl beide Fettsäuren – Fischöl fressen viele Pferde allerdings ungern. Nachtkerzenöl bringt Gamma-Linolensäure (GLA) mit, eine Omega-6-Fettsäure, die nur in wenigen Pflanzenölen vorkommt.

So füttern wir es: Lein als tägliche Basis, dazu ein kaltgepresstes Öl mit GLA. Lein gibt es bei uns als Leinpresskuchen Leckerlis – 100 % gemahlener Leinsamen-Presskuchen aus der Leinölproduktion mit rund 16 % Restöl. Ein Großpferd bekommt 20 g je 100 kg Körpergewicht am Tag, auf mehrere Gaben verteilt. Als Öl mit GLA haben wir das Nehls Schwarzkümmel- & Nachtkerzenöl, ein Gemisch zu gleichen Teilen aus Nachtkerzenöl in Bio-Qualität und nativem Schwarzkümmelöl, beide kaltgepresst: 15 bis 30 ml einmal täglich für ein Pferd, mindestens sechs Wochen am Stück. Lagern Sie kaltgepresste Öle kühl, dunkel und fest verschlossen.

Bronchialkräuter: zuletzt – und ohne Immunstimulation

Wir haben in über 26 Jahren keinen einzigen Fall erlebt, in dem Bronchialkräuter allein ein chronisches Atemwegsproblem stabil reguliert hätten – immer war die Haltungs- und Fütterungsoptimierung der wichtigste Hebel. Auf staubarmem Heu haben Kräuter ihren Platz.

Immunregulation statt Immunstimulation

Bei allergisch bedingtem Equinem Asthma reagiert das Immunsystem zu stark. Ein zusätzlicher Anschub heizt diese Reaktion aus unserer Sicht weiter an. Sonnenhut (Echinacea), Mistel, Holunder und Taigawurzel füttern wir diesen Pferden deshalb nicht. Viele handelsübliche Bronchialmischungen enthalten Echinacea. Lesen Sie die Deklaration, bevor Sie kaufen.

Aus unserer Praxis – getrocknet oder flüssig

Nehls Broncho-Fit Pferd & Nehls Broncho-Elexier Pferde

Broncho-Fit ist eine getrocknete Mischung aus Eukalyptusblättern, Anis, Fenchel, Thymian und Weißdorn. Broncho-Elexier besteht aus Schwarzkümmel-, Lein-, Weizenkeim- und Sonnenblumenöl mit ätherischen Ölen aus Anis, Thymian, Pfefferminze, Fenchel und Eukalyptus; Tierärztin Katrin Knecht hat die Rezeptur zum 1. Januar 2026 neu komponiert. Beide enthalten keine Echinacea.

Wann welches? Broncho-Fit, wenn Ihr Pferd getrocknete Kräuter frisst. Broncho-Elexier, wenn es Kräuter aussortiert: zweimal täglich 8 ml für ein Pferd, zum Testen gibt es eine 100-ml-Probe, Turnierkarenz laut Produktseite 48 Stunden. Ergänzungsfuttermittel für Pferde, Ponys und Esel.

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Wenn Sie vor dem Winter stehen und nicht wissen, womit Sie anfangen sollen: Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Häufige Fragen zur Fütterung bei Atemwegsproblemen

Welches Heu ist am besten für Pferde mit Equinem Asthma?
Trocken gelagertes, schimmelfreies Heu – gewässert oder bedampft und vom Boden gefüttert. Rundballen, die tagelang in der Raufe liegen, meiden wir.
Welches Öl für Pferde mit Atemwegsproblemen?
Wir füttern Leinsamen oder Leinöl als tägliche Omega-3-Basis und dazu ein kaltgepresstes Öl mit Gamma-Linolensäure, zum Beispiel Nachtkerzenöl.
Darf ein Pferd mit Equinem Asthma Echinacea bekommen?
Wir füttern sie bei allergisch bedingtem Equinem Asthma nicht. Das Immunsystem dieser Pferde reagiert bereits zu stark; Kräuter, die als immunstimulierend gelten, passen dazu aus unserer Sicht nicht. Das betrifft auch Mistel, Holunder und Taigawurzel.
Wie lange dauert die Fütterungsumstellung bei Atemwegsproblemen?
Sie bleibt, denn die Atemwege dieser Pferde bleiben empfindlich. In einer Untersuchung ging es Pferden nach acht Wochen ohne Heu klinisch besser. Rechnen Sie in Wochen und Monaten – und mit Rückfällen, sobald das Heu wieder trocken in der Raufe liegt. Es dauert.
Was tun, wenn das Heu im ganzen Stall staubt?
Nehmen Sie Ihr Pferd beim Misten und beim Heufüttern der anderen aus dem Stall, wässern oder besprühen Sie das eigene Heu und sprechen Sie mit dem Stallbetreiber über Einstreu und Heubehandlung. In schweren Fällen bleibt nur der Stallwechsel.

Der Husten bleibt – trotz gewässertem Heu und Kräutern?

Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist dann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Tatjana Siebert und unser Team werten sie aus, besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Begleitplan für die ersten drei Monate ab. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber entstand im Tierheilkundezentrum Nehls aus der täglichen Praxisarbeit – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln – und wurde durch unser Beratungsteam mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) redaktionell aufbereitet.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Ihr Schwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Mitarbeit an unseren Rezepturen sowie im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Wissenschaftliche Mitarbeit an den THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage ist die praktische Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln mit Atemwegsproblemen in der Naturheilkunde.
Stand: 6. Oktober 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da, wenn der Husten bleibt und Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen – mit Ihren Fragen zu Atemwegen, Heu und Fütterung. Wir sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.