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Katzenschnupfen

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Katze

Katzenschnupfen bei der Katze – ein Komplex, keine einzelne Krankheit

Für Halter, die schon viel ausprobiert haben und sich fragen, ob da noch ein anderer Weg geht.

Direkte Antwort: Was ist Katzenschnupfen?

Wenn Sie hier sind, haben Sie wahrscheinlich schon einiges hinter sich. Vielleicht den dritten Tierarztbesuch. Das zweite oder dritte Antibiotikum, das beim ersten Schub geholfen hat und jetzt nicht mehr richtig greift. Vielleicht Cortison, vielleicht den Satz „damit muss die Katze halt leben". Dahinter steckt oft mehr als ein Erreger: Katzenschnupfen ist ein Komplex aus mehreren Erregern – Viren und Bakterien –, die sich gegenseitig den Boden bereiten. Deshalb verläuft jeder Fall ein bisschen anders, und deshalb greift ein Standard-Schema oft nicht.

Die THZ-Sicht: Wir bekommen solche Anrufe oft – und fangen meistens damit an, das Bild als Ganzes anzuschauen: Abwehr, Darm, Stress. Den akuten Schub behandelt der Tierarzt.

Dieser Artikel ist Teil unseres Clusters „Atemwege bei der Katze". Den Gesamtüberblick finden Sie im Ratgeber Atemwege bei der Katze.

Kurz zusammengefasst
  • Katzenschnupfen ist ein Komplex aus mehreren möglichen Erregern – jeder Fall ist ein bisschen anders.
  • Die ersten Symptome wirken oft wie eine kleine Erkältung. Drei Tage später kann das Bild ganz anders aussehen. Inkubationszeit: 2 bis 6 Tage[1].
  • Welpen, alte Katzen, geschwächte Tiere – hier gehört eine tierärztliche Versorgung dazu, immer. Da reden wir nicht von „auch mal Naturheilkunde probieren".
  • Bei wiederkehrenden Schüben lohnt sich der Blick auf das ganze System – Abwehr, Darm, Stress. Da fängt unsere Arbeit oft an.
  • Eine Katze mit Herpesvirus (FHV-1) trägt es meist ein Leben lang[4]. Das hört niemand gern – eine stabile Katze kann das Virus aber in Schach halten.
Womit begleiten? Erst die Lage, dann das Mittel

Wenn es der erste Schub ist und der Tierarzt behandelt hat. Dann begleiten wir die Abwehr über die Fütterung: Nehls flüssig Abwehr & Immunsystem Katze, dazu Nehls flüssig Bronchien & Atemwege Katze. Starten Sie jeweils mit der 10-ml-Probemenge. Je nach Gewicht zweimal täglich 6 bis 14 Tropfen unters Futter, mindestens sechs Wochen am Stück. Abwehr & Immunsystem enthält Echinacea und gehört nicht in den Napf einer Katze mit Asthma oder Allergie.

Wenn die Schübe wiederkommen. Dann führt kein Weg am Darm vorbei: zuerst Nehls flüssig Darmsan Katze, dann die Abwehr. Die Reihenfolge erklären wir weiter unten ↓.

Wenn nichts mehr greift und Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen. Dann klären wir das im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Bei Welpen, bei Atemnot oder wenn Ihre Katze 24 Stunden nicht frisst, gilt: sofort Tierarzt, dann alles andere.

Ein Komplex aus mehreren Erregern – und warum das wichtig ist, wenn Sie zum Tierarzt gehen

Wenn jemand bei uns anruft mit „meine Katze hat Katzenschnupfen", hören wir genau hin. Was die Halterin meistens beschreibt: Niesen, tränende Augen, vielleicht eitriger Ausfluss, die Katze frisst weniger. Was sie meistens nicht erklärt bekommen hat: Dahinter steht oft ein Geflecht aus zwei, drei Erregern, die sich gegenseitig den Boden bereiten. Deshalb spricht die Veterinärmedizin vom Katzenschnupfenkomplex – einem Symptombild mit verschiedenen möglichen Verursachern.

Warum das wichtig ist? Weil ein klassisches Herpesvirus-Bild anders verläuft als eine Chlamydien-Konjunktivitis. Weil Antibiotika gegen die bakteriellen Anteile helfen, gegen Viren aber nichts ausrichten. Was wir in 26 Jahren Praxis am häufigsten erleben: Halter gehen mit der Diagnose „Katzenschnupfen" und einem Antibiotikum nach Hause – und merken dann selbst, dass etwas nicht greift.

Was Halter probiert haben, bevor sie bei uns anrufen: das zweite Antibiotikum, das dritte. Vielleicht Cortison. Vielleicht der Satz „chronischer Katzenschnupfen, damit müssen wir leben". An dem Punkt rufen viele bei uns an. Und an dem Punkt gehen wir einen Schritt zurück und schauen auf das ganze Tier.

Die Erreger – und warum die Unterscheidung über den Verlauf entscheidet

Eine Auswertung des Labors Laboklin von 1.897 Proben aus dem Jahr 2018 zeigt das Bild: In rund der Hälfte der Proben fand sich mindestens ein Erreger, bei knapp 20 Prozent eine Doppelinfektion, bei rund 4 Prozent eine Dreifachinfektion[2]. Die meisten akuten Infektionen gehen auf das Feline Herpesvirus zurück[1].

Felines Herpesvirus 1 (FHV-1)

In vielen Fällen der schwerwiegendere Erreger. FHV-1 befällt die Schleimhäute im Kopfbereich – Nase, Augen, Rachen. Außerhalb der Katze überlebt das Virus nicht lange; die Hauptübertragung läuft über direkten Kontakt.

Was wir aus der Praxis immer wieder erleben: Hat sich FHV-1 einmal festgesetzt, verlässt es die Katze nie wieder vollständig. Das betrifft bis zu 80 Prozent der Katzen, die Kontakt mit dem Virus hatten[4]. Auch nach überstandener Erkrankung zieht sich das Virus in die Nervenknoten zurück und bleibt dort als latente Infektion. Bei Stress oder anderem Krankheitsdruck kann es reaktivieren; ausgeschieden wird es dann in Schüben[1].

Folgeschäden, die wir oft sehen: chronische Bindehautentzündung, Hornhautgeschwüre, im schlimmsten Fall Erblindung. Bei schweren akuten Verläufen können die Nasenmuscheln geschädigt werden – mit dauerhaft verstopfter Nase als Spätfolge[1].

Felines Calicivirus (FCV)

FCV ist hartnäckiger in der Umwelt: Auf trockenen Oberflächen bleibt es bis zu einem Monat infektiös[2] und wandert damit auch über Kleidung, Bürsten und Futternäpfe. Genesene Katzen scheiden es oft fortlaufend weiter aus[1].

Was FCV typisch macht: schmerzhafte Geschwüre an Zunge und Gaumen. Sie erklären, warum FCV-Katzen oft nicht fressen wollen – das tut weh. Manche Stämme lösen zusätzlich Fieber und wechselnde Lahmheiten aus[1], was bei einem „Schnupfen" zunächst überrascht.

Chlamydia felis

Ein Bakterium, das vor allem die Bindehäute befällt. Charakteristisch ist die Bindehautentzündung, oft einseitig beginnend, mit eitrigem Augenausfluss; geniest wird nur gelegentlich[1]. Besonders empfindlich sind junge Kätzchen. Zur Übertragbarkeit auf den Menschen: In Einzelfällen kann Chlamydia felis übergehen und eine Bindehautentzündung auslösen[2]. Bei einer chlamydienverdächtigen Katze hygienisch arbeiten, Hände waschen, die eigenen Augen nicht reiben.

Bordetella bronchiseptica

Ein Bakterium, das eigenständig oder nach Vorschädigung der Schleimhäute durch Viren auftreten kann. Bei Hunden ist es als Erreger des „Zwingerhustens" bekannt. Bei Katzen verursacht es Atemwegssymptome bis hin zur Lungenentzündung.

Mycoplasma felis

Mykoplasmen sind Bakterien ohne Zellwand und entziehen sich damit Antibiotika wie Penicillin, die an der Zellwand ansetzen. Mycoplasma felis verursacht typischerweise Bindehautentzündung und Schnupfen, kann aber auch tiefer in die Atemwege wandern. Bei der Abklärung eines felinen Asthmas gehören Mykoplasmen auf die Liste – das wird oft übersehen.

Warum Mischinfektionen so häufig sind

Wenn ein Virus die Schleimhaut geschädigt hat, finden Bakterien dort einen idealen Boden. Aus einer FHV-1-Infektion wird schnell ein FHV-1-Bordetella-Bild. Aus FCV plus Chlamydien wird ein hartnäckiger Doppelschlag. Genau deshalb ist Katzenschnupfen so unberechenbar – und genau deshalb schauen wir als Tierheilpraktiker auf das ganze Tier statt auf den einzelnen Erreger.

Wie sich Katzenschnupfen ausbreitet – und warum es in Mehrkatzenhaushalten besonders schwierig wird

Eine der häufigsten Fragen am Telefon: „Wie kann das sein, meine Katze ist doch reine Wohnungskatze." Wir erklären das dann so: Die Übertragung läuft über Tröpfchen und über Gegenstände[1]. Und – das überrascht viele – eine genesene Katze kann das Virus über viele Monate in sich tragen und weitergeben, ohne selbst Symptome zu zeigen[1]. Die eigene Katze kann gesund wirken und trotzdem den Mitbewohner anstecken.

Über Kleidung, Schuhe, Bürsten und Schlafdecken kommen Erreger auch in reine Wohnungskatzen-Haushalte. Das beantwortet die Frage, die uns oft gestellt wird: „Kann ich das beim Tierarzt mit reingebracht haben?" Ja, das kann passieren – wer aus einer Tierarztpraxis kommt, wäscht sich die Hände und legt die Jacke nicht auf den Katzenkorb.

Besonders schwierig wird es, wenn mehrere Katzen auf engem Raum leben – Tierheime, Auffangstationen, Zuchten, große Mehrkatzenhaushalte. Der Fall der drei Fundwelpen, den wir weiter unten erzählen, ist genau aus so einer Situation entstanden.

Symptome – von der harmlosen Erkältung bis zum Notfall

Was wir am Telefon am häufigsten als ersten Satz hören: „Sie hat geniest, das hatte ich am Anfang gar nicht so ernst genommen." Das ist verständlich – eine niesende Katze sieht erst mal aus wie eine erkältete Katze. Was viele Halter erst rückblickend bemerken, sind die Übergänge: die Stunde, in der der klare Ausfluss eitrig wird. Der Tag, an dem die Katze plötzlich nicht mehr frisst. Das Auge, das beginnt zu kleben.

Frühe Symptome

  • Häufiges Niesen, auch in Anfällen
  • Klarer, wässriger Nasenausfluss
  • Leicht tränende Augen, beginnende Bindehautentzündung
  • Etwas erhöhte Körpertemperatur, leichte Abgeschlagenheit
  • Verminderter Appetit, gelegentliches Speicheln

Ausgeprägte Symptome

  • Eitriger Nasenausfluss, oft beidseitig, mit verklebter Nase
  • Bindehautentzündung mit eitrigem Ausfluss, manchmal verklebte Augen, in schweren Fällen Hornhautgeschwüre
  • Geschwüre an Zunge und Gaumen (typisch FCV) – die Katze frisst nicht mehr und wirkt apathisch
  • Hohes Fieber, deutliche Schwäche, hängender Kopf
  • Atemgeräusche, beschleunigte Atmung – Hinweis auf Lungenbeteiligung
  • Geschwollene Unterkieferlymphknoten
Sofort zum Tierarzt
  • Katzenwelpe mit Schnupfen-Symptomen – hier zählt jede Stunde
  • Katze frisst 24 Stunden nicht und trinkt kaum (Fettleber-Gefahr)
  • Atemnot, hörbare Atemgeräusche, blau verfärbte Schleimhäute
  • Hohes Fieber, deutliche Apathie, hängender Kopf
  • Geschwüre in der Maulhöhle, Blut im Speichel
  • Massive Augenveränderung, Eintrübung der Hornhaut

Wir sagen das so klar, weil wir aus der Praxis wissen: Bei sehr jungen Welpen kann Katzenschnupfen innerhalb weniger Tage tödlich verlaufen. Naturheilkundliche Begleitung hat hier ihren Platz parallel zur tierärztlichen Versorgung, nie an ihrer Stelle.

Diagnose und schulmedizinische Behandlung – was üblich ist und wo wir es anders sehen

Der Tierarzt arbeitet zunächst klinisch: Krankheitsgeschichte, Untersuchung von Schleimhäuten, Augen, Maulhöhle. Bei unklarem oder schwerem Verlauf kommt ein PCR-Test aus einem Abstrich dazu – damit lässt sich der konkrete Erreger nachweisen.

Behandelt wird typischerweise mit Antibiotika gegen die bakteriellen Anteile und Sekundärinfektionen[1]. Gegen die Viren selbst gibt es nur in Sonderfällen spezifische Mittel, etwa antivirale Augensalben bei einer Herpes-Hornhautentzündung[1]. Was Ihre Katze bekommt, entscheidet der Tierarzt.

Cortison bei Katzenschnupfen – warum wir hier vorsichtig sind

Ein Punkt, der oft in unseren Beratungstelefonaten kommt: „Frau Siebert, mein Tierarzt hat schon zum dritten Mal Cortison verordnet, aber es hält immer kürzer." Das hören wir wirklich oft. Cortison ist ein gutes Notfallmedikament. Bei einer akuten Atemnot oder einer massiven entzündlichen Reaktion kann es Leben retten. Da wollen wir nichts gegen Cortison sagen.

Was Cortison aber auch tut: Es bremst die Immunantwort – genau die, die das Tier gegen Viren und Bakterien aufstellen müsste. Im akuten Notfall ist das in Kauf zu nehmen. Als Dauerlösung beim wiederkehrenden Katzenschnupfen sehen wir das aus unserer Erfahrung anders. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Tierarzt; absetzen oder reduzieren ist seine Entscheidung.

Der Nehls-Ansatz – warum die Abwehr hier Rückhalt braucht und keine Bremse

An dieser Stelle kommt einer der Punkte, den wir am Telefon oft erklären müssen: Beim Katzenschnupfen braucht die Abwehr Rückhalt. Beim felinen Asthma wäre genau dasselbe falsch. Das klingt widersprüchlich, ist es aber nicht. Katzenschnupfen ist eine Infektion – das Immunsystem muss Erreger erkennen und bekämpfen. Felines Asthma ist eine allergische Überreaktion – dort reagiert das Immunsystem zu stark und braucht Regulation. Diese Unterscheidung kommt in der Praxis oft zu kurz. Wir halten sie für einen der wesentlichen Punkte unserer Arbeit.

Was wir in 26 Jahren immer wieder erleben: Katzen, die alle paar Monate wieder einen Schub bekommen, haben fast nie nur ein Atemwegsproblem. Vielleicht der Stress nach dem Umzug, der nie ganz verarbeitet wurde. Vielleicht die wackelige Darmflora seit der letzten Antibiotikum-Runde. Vielleicht der Mehrkatzenhaushalt mit der Rangordnung, die sich nicht einpendelt. Wer nur auf den Schnupfen schaut, fängt bei jedem Schub neu an.

Die Reihenfolge, in der wir arbeiten

Wenn ein Halter fragt „was kann ich tun, wenn das Antibiotikum nicht mehr greift?", erklären wir meistens diese Reihenfolge: zuerst der Darm, dann die Abwehr, begleitend die Atemwege. Der Darm zuerst klingt erst mal komisch bei einer Atemwegssache – aber ein großer Teil der Immunzellen sitzt im Darm. Bei den meisten Katzen mit wiederkehrendem Schnupfen hören wir am Telefon auch von Erbrechen, weichem Kot, mäkeligem Fressen.

Das Nehls-Argument: Wir sehen es seit 26 Jahren – Katzen mit wiederkehrenden Atemwegsproblemen haben fast immer parallel eine wackelige Darm-Achse. Wenn der Darm aus dem Takt ist, ist das aus unserer Erfahrung die Ursache von sehr vielem, was sich später als Atemwegsthema zeigt.

Aus unserer Praxis – drei flüssige Rezepturen für Katzen

Tierärztin Katrin Knecht hat die flüssigen Katzen-Rezepturen genau auf diese Reihenfolge hin entwickelt.

Zuerst: der Darm. Nehls flüssig Darmsan Katze – Tropfen auf Basis von Weizenkeim- und Nachtkerzenöl mit vier Tinkturen als Aromastoffe.

Dann: die Abwehr. Nehls flüssig Abwehr & Immunsystem Katze – Tropfen mit sieben Tinkturen, darunter Hagebutte und Echinacea. Wegen der Echinacea nie bei Asthma oder Allergie. Wer diesen Unterschied nicht macht, liegt in einem der beiden Fälle falsch.

Begleitend: die Atemwege. Nehls flüssig Bronchien & Atemwege Katze – auf Basis von Weizenkeim- und Nachtkerzenöl mit fünf pflanzlichen Aromastoffen. Die Tropfen machen eine der häufigsten Halter-Sorgen kleiner: „Wie soll ich meinem mäkeligen Kater das jetzt auch noch verabreichen?" Sie sind geschmacksneutral und kommen unters Futter.

Wann dieses? Wenn der Tierarzt den Schub behandelt hat und Sie über die Fütterung begleiten wollen. Für alle drei gilt: je nach Gewicht zweimal täglich 6 bis 14 Tropfen, mindestens sechs Wochen am Stück, ideal drei Monate. Zum Testen gibt es jeweils 10 ml. Ergänzungsfuttermittel für Katzen.

In den Tropfen stecken Tinkturen wie Salbei, Thymian und Fenchel als Aromastoffe – bewusst niedrig dosiert und auf die Katze abgestimmt. Das ist etwas anderes als ein konzentriertes ätherisches Öl.

Eine Mischung für genau diese Katze stellen wir in unserer individuellen Kräutermanufaktur zusammen. Sie ist nur nach einer Haaranalyse erhältlich.

Für Katzen giftig – bitte nicht verwenden

Teebaumöl, Knoblauch, Wermut und konzentrierte ätherische Öle sind für Katzen giftig. Das gilt auch für Erkältungs-Hausmittel, für Öle im Inhalator und für Produkte, die für Hunde oder Pferde gedacht sind. Geben Sie Ihrer Katze nur, was ausdrücklich für Katzen ausgewiesen ist.

Wie lange dauert es – und was Sie wissen sollten, bevor Sie zu früh aufgeben

Das ist die Frage, die in jedem zweiten Telefongespräch kommt. Die ehrliche Antwort: Es dauert. Ein akuter Schub ist meist eine Sache von Wochen. Bei chronischen, wiederkehrenden Verläufen reden wir von Monaten – und davon, dass es nicht linear läuft. Kleine Rückfälle, ein verschnupfter Tag nach einem Stressmoment: alles normal.

Was wir am Telefon oft hören: „Aber nach vier Wochen ging es ihr eigentlich besser, dann kam das Niesen wieder, jetzt traue ich der Sache nicht mehr." Meistens sagen wir dann: Es ist das Herpesvirus. Es zieht sich nach einem Schub in die Nervenknoten zurück und wartet. Beim nächsten Stress meldet es sich. Das ist die Biologie dieses Virus. Wer das weiß, hält die Geduld aus, die es braucht.

Schwierig wird es bei chronischem Katzenschnupfen – dauerhaft verstopfte Nase, wiederkehrende Augenentzündungen. Auch das kennen wir gut aus der Beratung. Aus unserer Erfahrung werden die Schübe bei vielen Katzen seltener und milder, wenn Stress, Darm und Umfeld mit angeschaut werden. Versprechen können wir das nicht.

Womit Ihre Katze beginnt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch: Wir gehen Verlauf, Futter, Haushalt und den Stand beim Tierarzt mit Ihnen durch. Telefonisch unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr.

Häufige Fragen zum Katzenschnupfen

Ist Katzenschnupfen ansteckend für andere Katzen?
Ja, hochgradig. Die Erreger werden über Tröpfchen und über Gegenstände weitergegeben; das Calicivirus bleibt auf trockenen Oberflächen bis zu einem Monat infektiös. In Mehrkatzenhaushalten sollte eine erkrankte Katze getrennt werden, Näpfe und Schlafplätze regelmäßig gereinigt. Genesene Katzen können das Virus über viele Monate weitergeben, ohne selbst Symptome zu zeigen.
Kann sich der Mensch beim Katzenschnupfen anstecken?
Das Feline Herpesvirus 1 und das Feline Calicivirus sind katzenspezifisch. Chlamydia felis kann in Einzelfällen auf den Menschen übergehen und eine Bindehautentzündung auslösen[2]; auch Bordetella bronchiseptica wird in sehr seltenen Fällen auf Menschen übertragen[4]. Hygienisch arbeiten und nach Tierkontakt Hände waschen ist sinnvoll.
Ist Katzenschnupfen heilbar?
Von der akuten Erkrankung erholen sich die meisten Katzen bei rechtzeitiger tierärztlicher Behandlung. Was wir aber klar sagen: Das Feline Herpesvirus 1 bleibt bei bis zu 80 Prozent der Katzen, die Kontakt damit hatten, lebenslang im Körper[4]. Bei Stress oder anderen Erkrankungen kann es reaktivieren.
Warum begleiten Sie bei Katzenschnupfen die Abwehr, regulieren aber beim felinen Asthma?
Weil es zwei grundverschiedene Mechanismen sind. Beim Katzenschnupfen muss das Immunsystem Viren und Bakterien bekämpfen. Beim felinen Asthma reagiert es zu stark auf an sich harmlose Auslöser – dort geht es um Regulation. Wer beides gleich angeht, liegt in einem der beiden Fälle falsch.
Ist eine Katzenschnupfen-Impfung sinnvoll?
Die Impfungen gegen das Feline Herpesvirus und das Feline Calicivirus zählen zu den Core-Impfungen, also zu den grundsätzlich empfohlenen. Die Kleintierklinik der LMU München nennt als Schema: Beginn ab der achten Lebenswoche, dann alle drei bis vier Wochen bis zur sechzehnten Woche, eine weitere Impfung nach einem Jahr, danach alle drei Jahre[3]. Die Impfung verhindert nicht zwingend eine Infektion. Die Entscheidung für Ihre Katze treffen Sie mit Ihrem Tierarzt.
Was kann ich bei chronischem Katzenschnupfen tun?
Chronischer Katzenschnupfen ist hartnäckig. Aus unserer Erfahrung lohnt es sich, Stress zu reduzieren, den Darm mit anzuschauen und Auslöser im Haushalt zu meiden. Wo wir bei Ihrer Katze anfangen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch.

Geschichten aus der Praxis – Halter, die diesen Weg gegangen sind

Wichtig zu wissen

Wir erzählen hier drei Fälle, die wir gut kennen. Alle drei sind extrem. Erfahrungen einzelner Katzen sind individuell und nicht übertragbar – und bei allen dreien war der Tierarzt beteiligt.

Familie Kutscha – drei Fundwelpen, der Tierarzt riet zum Einschläfern

Die Tochter der Familie entdeckte drei Welpen in einer Scheune – verlassen, halb verhungert, mit vereiterten Augen, total ausgetrocknet. Der Katzenschnupfen war in schlimmster Ausprägung. Der Tierarzt schlug die Hände überm Kopf zusammen und riet zum Einschläfern. Zu klein, zu krank.

Die Familie entschied anders. Mit individuellen Kräuterflüssigkeiten aus dem THZ – die praktischerweise geruchs- und geschmacksneutral sind – begann eine konsequente Begleitung, im Stundentakt gefüttert, geduldig dosiert. Die Atmung verbesserte sich, die Augen wurden klarer, der Appetit kam zurück. Kenzo, Barbie und Bill sind heute kleine Schönheiten, wie die Familie selbst schreibt.

Familie Kutscha, dokumentiert in der THZ-Beratungspraxis

Fiedje – Welpe aus einem 15-Katzen-Haushalt, ein Häufchen Elend bei der Übernahme

Fiedje wurde aus einem überfüllten Mehrkatzenhaushalt geholt – etwa fünfzehn Katzen lebten dort auf engem Raum. Bei der Übernahme im Alter von acht Wochen war er ein jammerndes, fiebriges, verklebtes Häufchen Elend. Eine erste antibiotische Behandlung verschlechterte das Bild zunächst – die Körpertemperatur stieg auf 41 Grad, Nahrungsaufnahme nur noch unter Zwang.

Mit konsequenter Begleitung und Geduld stabilisierte sich Fiedjes Zustand nach wenigen Tagen. Nach etwa zwölf Wochen war er ein wieder gesunder, fröhlicher Kater. Fiedje ist heute neun Jahre alt – und seit seinem Welpenalter nie wieder ernsthaft krank gewesen. Solche Verläufe sind der Grund, warum wir an die naturheilkundliche Begleitung glauben, auch wenn nicht jeder Fall so spektakulär läuft.

Fiedjes Geschichte, einer der ersten dokumentierten Katzenpatienten-Verläufe im THZ

Bonny – ausgesetzt, verwurmt, mit Schnupfen und Durchfall nach dem Fressen

Tanja fand Bonny auf der Straße – ausgesetzt, abgemagert, total verwurmt. Ein süßer kleiner schwarzer Kater. Beim Tierarzt wurde er entwurmt und entfloht, für seinen Katzenschnupfen bekam er Antibiotika. Doch bald bemerkte Tanja, dass er nach jedem Nassfutter jämmerlich miaunzte und mit heftigem Durchfall zur Toilette rannte – und dass er weiter nieste, mit gelblichem Schleim aus der Nase.

Nach einigen erklärenden Telefonaten legten wir Tanja eine „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" nahe. Daraus entstand eine individuelle Begleitung für den Schnupfen und eine Futterumstellung. Bonny frisst und verträgt das neue Futter sehr gut, seine Freundin Lala übrigens auch. Tanjas Mann begleitete ihn weiter, während sie vier Wochen im Ausland war. „Als ich zurückkam, erkannte ich den Kleinen gar nicht mehr", schreibt sie. Er war nicht mehr abgemagert, hatte ein rundes Bäuchlein, glänzendes Fell, nieste nicht mehr, und die Verdauung hatte sich beruhigt. Bonny ist heute richtig fit und ausgeglichen.

Tanja über ihren Fundkater Bonny, dokumentiert in der THZ-Beratungspraxis

Fundkater Bonny

Wenn nichts mehr greift – und Sie auch ein bisschen skeptisch sind

Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber jetzt habe ich alles probiert." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist dann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Tatjana Siebert und unser Team werten sie aus, besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Begleitplan für die ersten drei Monate ab – für genau diese Katze. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Lieber zuerst reden? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo wir bei Ihrer Katze anfangen – telefonisch unter 05642 988 8826.

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Quellen
  1. Tonozzi, C. C.: Feline Respiratory Disease Complex. Merck Veterinary Manual, Stand November 2024. merckvetmanual.com
  2. Laboklin (2020): Katzenschnupfen. Laboklin aktuell, April 2020. laboklin.de
  3. Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München (2025): Impfmanagement Katze, Stand Oktober 2025. lmu.de
  4. Cornell Feline Health Center (2018): Respiratory Infections. Cornell University College of Veterinary Medicine. vet.cornell.edu
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber entstand im Tierheilkundezentrum Nehls aus der täglichen Praxisarbeit – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Katzen – und wurde durch unser Beratungsteam mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) redaktionell aufbereitet.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Ihr Schwerpunkt liegt in der Entwicklung unserer Rezepturen – insbesondere der flüssigen Katzen-Rezepturen, die sie eigenständig entwickelt hat – sowie im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Entwicklung der VetLine und der flüssigen THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage sind über 26 Jahre praktische Begleitung von Katzen in der Naturheilkunde.
Stand: 7. Oktober 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da, wenn der Schnupfen Ihrer Katze immer wiederkommt und Sie nicht mehr wissen, wie es weitergeht – mit Ihren Fragen zu Katzenschnupfen, Abwehr und Darm. Wir sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.